Unsere Herren drehen das Turnier und qualifizieren sich für die Salzburger Mannschaftsmeisterschaft
Während halb Österreich noch vom Last-Minute-Wunder des Nationalteams gegen Algerien schwärmte, wo die Rot-Weiß-Rote 11 aus einem 2:3 in der letzten Spielsekunde noch ein 3:3 erkämpfte, lieferte unsere Herrenmannschaft auf dem Platz ihr ganz eigenes Drama. Mit demselben Ausgang: Wir sind dabei.
Nach dem ersten Tag sah es allerdings düster aus: Platz 9, 350 Schläge, und damit nicht qualifiziert. Denn nur acht Mannschaften schaffen es überhaupt in die Salzburger Mannschaftsmeisterschaft, und um genau eines dieser acht Tickets ging es an diesem Wochenende. Es fehlten nach Tag eins ganze neun Schläge. Dazu Bedingungen, die niemandem etwas schenkten: Das Rough stand so hoch, dass jeder Ball abseits des Fairways praktisch Out of Bounds bedeutete, und das alles bei über 40 Grad in der prallen Sonne.
Tag zwei.
Statt das Wochenende abzuhaken, zeigte die Mannschaft Charakter. Mit 335 Schlägen spielte das Team die Finalrunde um 15 Schläge besser als am Vortag und kämpfte sich von ganz hinten zurück. Am Ende stand Platz 8: gesamt 685 Schläge, drei vor dem GC Nationalpark Hohe Tauern, einen hinter dem GC Urslautal. Knapper geht’s kaum.
Getragen wurde das Wochenende von verschiedenen Schultern. Am schwierigen ersten Tag spielte Christian Pilotto bei seinem Mannschafts-Debüt mit einer 83 die beste Drachenwand-Runde und hielt die Mannschaft in Schlagdistanz.
Am Finaltag drehten dann Philip Reyer und Florian Deinhamer auf. Reyer steigerte sich von 89 auf 79 und war mit gesamt 168 Schlägen unser bester Mann im Gesamtfeld. Deinhamer legte nach seiner verheerenden 95 an Tag 1 eine 78 nach, die beste Runde des zweiten Tages. Friedrich Fischer und Thomas Höltschl brachten in der Hitzeschlacht ihre Runden ins Teamergebnis.
Das Fazit eines Wochenendes, das man so schnell nicht vergisst: Aufgeben war keine Option. Die erste Runde der Salzburger Mannschaftsmeisterschaft wird zum Mondseer Derby: gleich zum Auftakt geht es gegen den Nachbarn und Qualifikationssieger GC Am Mondsee. Let’s go.
